News

RSS-Feed mit News
  1. Kessler Skis und Snowboards verlegt Produktion zurück ins Glarnerland

    Swissness bei Kessler Skis und Snowboards
    20.10.2017. Seit gut einem Jahr ist auf einem Teil vom Electrolux-Areal in Schwanden wieder Leben eingekehrt. Hansjörg Kessler hat die Produktion von seinen weltweit bekannten Snowboards und Skis von Österreich zurück in die Schweiz verlagert. Swissness ist das Zauberwort unter dem er jetzt seine Sportgeräte wieder um den Globus verschickt und so auf einen Aufschwung von einem abflachenden Geschäft hofft.

    Südostschweiz hat dazu eine Sendung vorbereitet unter https://www.suedostschweiz.ch/sendungen/2017-10-20/swissness-bei-kessler-skis-und-snowboards

  2. Auch Gemeinde fährt nun in Braunwald elektrisch

    Glarus Süd hat das erste Braunwalder Gemeindefahrzeug mit Elektroantrieb beschafft und gibt damit dem Label „autforei“ zusätzliche Bedeutung. Die Fachwebseite motortipps.ch berichtet darüber:

    Erstes gemeindeeigenes Elektrofahrzeug für Braunwald GL

    Die Gemeinde Glarus Süd will eine Vorbildrolle für ein gelebtes „Braunwald autofrei“ einnehmen. Dies hat sie mit der Beschaffung ihres ersten Elektrofahrzeugs in Braunwald nun untermauert. Am vergangenen Freitag wurde das Fahrzeug offiziell übergeben.

    Fridolin Luchsinger, Leiter des Departements Bau und Umwelt beschrieb den grossen Wert der Beschaffung. Es möge zwar als kleiner Schritt erscheinen, sei aber in Wirklichkeit ein grosser. Er erhoffe sich so neue Impulse hin zu einem glaubwürdigen „Braunwald autofrei“ und will den im Mobilitätskonzept vorgezeichneten Weg weitergehen.

    Beinahe Verdoppelung der Elektrofahrzeuge innerhalb eines Jahres
    Fridolin Hösli, von Braunwald-Klausenpass Tourismus, gratulierte der Gemeinde zum neuen Elektrofahrzeug und würdigte die Beschaffung als klares Zeichen des guten Willens und der ernsthaften Absichten der Gemeinde. Er wies darauf hin, dass sich im Moment 25 % aller negativen Gäste-Rückmeldungen direkt auf die Verkehrs-Problematik beziehen.

    Doch es geht voran, innerhalb eines Jahres hat sich die Anzahl an Elektrofahrzeugen inklusive einer schweizweit einzigartigen Elektro-Kutsche in Braunwald beinahe verdoppelt. In Braunwald stehen aktuell zwölf Elektrofahrzeuge inklusive der E-Kutsche im Einsatz.

    Positive Signale weiterer Leistungsträger erhalten
    Die Gemeinde wie der Tourismus hoffen nun auf Nachahmer. Wo es Sinn macht und die technischen Voraussetzungen im Bereich Elektromobilität bestehen, soll in Zukunft auf diese gesetzt werden. Kurt Süess, Geschäftsführer der Technischen Betriebe Glarus Süd kündigte anlässlich der Präsentation eine Beschaffung eines entsprechenden Fahrzeugs in absehbarer Zeit an.

    Quelle: Gemeinde Glarus Süd

    21.10.2017 | http://motortipps.ch/erstes-gemeindeeigenes-elektrofahrzeug-fuer-braunwald-gl

     

  3. 1.10.2017: Start Vorverkauf Saisonkarten Winter 2017/18 – Maximalrabatt nur noch bis Ende Oktober

    Braunwald-Klausenpass Tourismus AG informiert:

    Braunwalder Saisonkarten-Vorverkauf mit attraktiven Zusatzangeboten

    der Braunwalder Saisonkarten-Vorverkauf mit attraktiven Zusatzangeboten am 1. Oktober 2017 startet.

    Partnerschaft mit linth-arena sgu, Näfels und mit der GLKB Arena, Glarus

    Neu dürfen Saisonkartenbesitzer während der ganzen Wintersaison von 20% Rabatt auf den Tageseintritt in die Kletter- und Boulderhalle sowie ins Hallenbad der linth-arena sgu profitieren. Den gleichen Rabatt gibt es auf den Tageseintritt in die neu überdachte GLKB Arena, Kunsteisbahn Buchholz in Glarus.

    Diese Aktion ist keine Einbahnfahrt, denn sie gilt auch umgekehrt. Was heisst, dass Saisonkartenbesitzer der linth-arena sgu und der GLKB Arena während des ganzen Winters 20% Rabatt auf die Tageskarte in Braunwald erhalten.

    Das Familien-Geschenk neu auch für Grosseltern gültig
    Pro Erwachsenen-Saisonkarte fährt ein Kind oder neu auch ein Enkelkind unter 9 Jahren gratis auf Braunwalds Pisten.

    Attraktive Vorverkaufsrabatte gestaffelt bis Ende Oktober/bis Ende November 2017
    Auch dieses Jahr geniessen Frühbucher attraktive Vergünstigungen. Bis Ende Oktober können Familien von 15% Rabatt und Einzelpersonen von 10% Rabatt auf die Saisonkarte profitieren. Im November betragen die Rabatte noch 10% bzw. 5%.

    Das Bestellformular ist auf www.braunwald.ch/saisonkartenvorverkauf aufgeschaltet. Beratungen werden telefonisch unter 055 653 50 30 oder via Mailverkehr an info@braunwaldbahn.ch angeboten.

     

  4. 22.10.2017 Inti Punchai – «Die Sonne geht auf»

    Sonntag, 22. Oktober um 11 Uhr Matinée in der RehaClinic Braunwald

    Gefühlsvolle Instrumentalmusik aus den bolivianischen Anden. Geniessen Sie die klassische Folklore mit Francisco Alurralde, Gaston Bejarano und Victor Hugo Urquizo. Die drei Interpreten beschreiben mit der feinen Ausarbeitung jedes Instrumentes das Leben und die Traditionen der Menschen in den Anden – auf besondere Art und Weise.

    Eintritt
    Der Eintritt in das Konzert ist kostenlos.

    Mittagessen im Anschluss an das Konzert: Drei-Gänge-Menü oder Buffet à discrétion für CHF 25.00, für Patienten von RehaClinic kostenlos.

  5. 20.10.2017 „Jobtausch“ mit dem Ortstockhaus

    Heute Freitag um 21 Uhr auf SRF 1

    Die Hüttenköche Hans Rauner und Yannick Bäbler reisen für ein paar Tage nach Tokio. Im Jobtausch lernen die beiden Hüttenköche die traditionelle japanische Sushi-Küche kennen. Gleichzeitig reisen zwei Köche aus Japan in die Schweiz, die im Ortstockhaus bei Maya Rhyner kochen.

    Staffel 6, Folge 4  Der „Jobtausch“ in Japan und der Schweiz – Die Köche

  6. Herbstbetrieb der Sportbahnen Braunwald

    Braunwald-Klausenpass Tourismus informiert über die Betriebszeiten der Sportbahnen:

    Gondelbahn Hüttenberg – Grotzenbüel:

    Mittwoch, 25. – Sonntag, 29. Oktober 2017
    09:15 bis 16.45 Uhr (30-Minuten-Takt)

     

    Kombi-Bahn Gumen:

    Donnerstag, 26. – Sonntag 29. Oktober 2017
    08:45 bis 16.45 Uhr (durchgehend)

     

    Über den Betrieb ab Montag, 30. Oktober 2017 informieren wir Sie gerne ab Donnerstag, 26. Oktober 2017.

    Gondelbahn Hüttenberg-Grotzenbüel

    Gumenbahn

  7. 21./22.10.2017: Bsinti-Herbstschlussspurt – Michael Gammenthaler und Finissage still of stalled stalls

    Die Sommersaison des Bsinti geht zu Ende:

    Samstag, 21.10.2017, 20:00Uhr:

    Michel Gammenthaler
    Hä…? Comedy & Zauberei

    Michel Gammenthaler bringt mit seinem sechsten Comedy- Zauber-Programm gute Nachrichten: Der innere Schweinehund lässt sich überlisten, Schnelligkeit übt man am besten langsam und die Fähigkeit, sich Witze zu merken, ist nicht genetisch bedingt!
    «Hä …?» ist die Reaktion auf verblüffende Tricks und schräge Gedanken des mehrfach ausgezeichneten Kabarettisten, der Einsteins Motto treu bleibt: so einfach wie möglich, aber nicht einfacher.

    Eintritt: CHF 25.–/ CHF 20.–. http://www.bsinti.ch/programm/#e159

     

    Sonntag, 22.10.2017, 15:ooUhr:

    Liebe Medienschaffende, sehr geehrte Damen und Herren

    Wir freuen uns, wenn Sie in Ihren Medien auf das Gespräch im Zusammenhang mit der Finissage der Ausstellung „still of stalled stalls“ im BSINTI aufmerksam machen.

    Gespräch mit dem Amt für Denkmalpflege
    Ausstellung „still of stalled stalls“

    Die alpine Landschaft ist im Wandel. Das Parlament in Bern hat diesen Sommer schnelle und wegweisende Beschlüsse zur zukünftigen Landschaftsqualität gefasst.

    Sebastian Pater, Architekt ETH und Bauberater beim kantonalen Amt für Denkmalpflege wird sich im Gespräch mit dem Fotografen Fridolin Walcher den aktuellen Beschlüssen des Parlaments stellen und aufzeigen, welche Auswirkungen die Beschlüsse haben werden auf das Bauen ausserhalb der Bauzonen im Zusammenhang mit den ungebrauchten Ställen.

     

    Finissage. Eintritt frei/Kollekte

  8. Newsletter Bruwald Mobil Oktober 2017

    Bruwald Mobil, der Gemeinnützige Verein zur Förderung der Mobilität mit alternativen Energieträgern in und um Braunwald, informiert in seinem neuen Newsletter zu folgenden Themen:

    • E-Kutsche
    • Rundkurs e-Taxi
    • Zusammenarbeit mit HAFL (Hochschule für Agrar-, Forstschule und Landwirtschaft in Zollikofen (BE)
    • E-Velo Verkaufsaktion

    Der vollständige Newsletter findet sich hier.

    Siehe auch: http://e-kutsche-braunwald.ch

  9. Herbstöffnungszeiten bis 15. Dezember 2017

    Die Zwischensaison in Braunwald beginnt am Montag, 23. Oktober 2017.

    Die Öffnungszeiten der verschiedenen Dienstleister finden Sie hier

  10. Gemeinde Glarus Süd: Defizit und eventuell Steuererhöhung in 2019

    Die Tageszeitung Die Südostschweiz berichtet über die Finanzlage der Gemeinde Glarus Süd:

    Glarus Süd budgetiert Defizit und rechnet für 2019 mit Steuererhöhung
    Obwohl die Gemeinde Glarus Süd für 2018 einen Aufwandsüberschuss von mehr als 2,5 Millionen Franken budgetiert, will der Gemeinderat den Steuerfuss bei 63 Prozent belassen – vorerst.

     

    Die Gemeinde Glarus Süd hat das Budget 2018 zuhanden der Gemeindeversammlung verabschiedet. Für das kommende Jahr geht der Gemeinderat von höheren Einnahmen, aber auch von höheren Ausgaben aus, als für dieses Jahr budgetiert wurden. So sind im Vergleich zum Budget 2017 Mehreinnahmen von 549 050 Franken und Mehrausgaben von 502 250 Franken budgetiert. Weil die Ausgaben insgesamt mit 51 364 550 höher budgetiert sind als die Einnahmen mit 48 793 450, resultiert für das Budget 2018 ein Minus von 2,571 Millionen Franken. Trotz dieses voraussichtlichen Defizits will der Gemeinderat den Steuerfuss bei 63 Prozent belassen.

    Die Nettoinvestitionen werden laut Budget 2018 voraussichtlich 9,616 Millionen Franken betragen. Bei einer Selbstfinanzierung von 543 750 Franken ergibt dies einen Finanzierungsfehlbetrag von 9,072 Millionen Franken und einen Selbstfinanzierungsgrad von knapp sechs Prozent.

    Mehr Lohn budgetiert, Steuerfuss wird wohl 2019 erhöht
    Zur Lohnentwicklung schreibt der Gemeinderat, dass für individuelle und leistungsabhängige Lohnanpassungen pauschal 200 000 Franken budgetiert wurden. Darin enthalten sind auch strukturelle Anpassungen für die Kindergarten-Lehrpersonen. Die Lohnanpassungen sind trotz der angespannten finanziellen Situation wichtig. Die Gemeinde Glarus Süd ist auf fachlich gutes Personal angewiesen und nur mit marktgerechten Löhnen ist dieses zu halten, respektive bei Stellenausschreibungen zu rekrutieren.

    Trotz dem budgetierten Defizit beantragt der Gemeinderat der Gemeindeversammlung für das Jahr 2018 den Steuerfuss unverändert bei 63 Prozent zu belassen. Die steuerliche Gesamtbelastung beträgt damit für das Jahr 2018 ebenfalls unverändert 116 Prozent (53 Prozent Kanton und 63 Prozent Gemeinde). Aus heutiger Sicht wird jedoch eine Steuererhöhung ohne Veränderung der Parameter für das Jahr 2019 unumgänglich werden. Der Gemeinderat wird dabei alle Anstrengungen unternehmen, dass eine Erhöhung möglichst moderat ausfallen wird. Ein Steuerprozent für Glarus Süd beträgt rund 360 000 Franken.

    Die Investitionsrechnung 2018 sieht Nettoinvestitionen von 9 616 000 Franken vor. Darin enthalten sind Investitionen der Spezialfinanzierung Wasserversorgung von 1 135 000 Franken und der Spezialfinanzierung Abwasserbeseitigung von 1 250 000 Franken.

    Die Investitionstätigkeit beschränkte sich laut Mitteilung in den vergangenen Jahren auf das dringend Notwendige. Der Investitionsdruck nimmt jedoch laufend zu, sodass dauernde Verschiebungen nicht zum Ziel führen. Es sind insbesondere auch Projekte budgetiert, welche aufgrund der Zusammenarbeit mit dem Kanton und/oder Dritten ausgeführt werden müssen. Ohne diese Synergien käme es die Gemeinde um einiges teurer zu stehen. Nichts desto trotz mussten auch dieses Jahr wieder einige Projekte auf die Folgejahre verschoben werden. Und auch für die Zukunft rechnet der Gemeinderat mit grossen Herausforderungen. «Es muss festgehalten werden, dass die Differenz der Steuerkraft gegenüber Glarus so stark steigt, dass Anlass zur Sorge besteht», schreibt der Gemeinderat von Glarus Süd.

    Quelle: Südostschweiz, 18.10.2017. https://www.suedostschweiz.ch/politik/2017-10-17/glarus-sued-budgetiert-defizit-und-rechnet-fuer-2019-mit-steuererhoehung

  11. Sportbahnen Braunwald: Änderung im Verwaltungsrat – Thomas Christen

    Die GV der Sportbahnen Braunwald vom 13.10.2017 hat nicht nur etwas Licht in die Finanzlage gebracht (siehe den VAL-eNews-Beitrag hier), sondern hat auch eine Veränderung im Verwaltungsrat zur Folge: Anstelle von William Bachmann ist neu Thomas Christen, zugleich auch VAL-Vizepräsident, gewählt.

    Die Tageszeitung Die Südostschweiz berichtet darüber am 16.10.2017:

    Amerikaner verlässt die Sportbahnen
    Verwaltungsrat William Bachmann, Bürger in der Schweiz und den USA, verlässt die Sportbahnen Braunwald. Die anderen Mitglieder waren ihm zu wenig forsch.

     

    Die Aktionäre der Sportbahnen Braunwald haben an der Generalversammlung vom Freitag mit Thomas Christen aus dem zürcherischen Meilen einen neuen Verwaltungsrat gewählt. Christen ist Vizepräsident der Vereinigung auswärtiger Liegenschaftsbesitzer (VAL) in Braunwald und damit im Ort gut vernetzt. Ihn hat der Verwaltungsrat vorgeschlagen, wie es im Ende September versandten Jahresbericht heisst.

    Präsident Fritz Trümpi musste an der GV allerdings bereits wieder einen Rücktritt bekanntgeben, jenen von William Bachmann aus Rüschlikon. Der Bürger von Wollerau und Zürich, aber laut früheren Handelsregistereinträgen auch der USA, teilt sich mit Trümpi die Aktienmehrheit.

    Hemdsärmligkeit nicht gefragt
    William Bachmann, der für eine Zürcher Versicherungsgesellschaft tätig ist, begründete seinen Rückzug aus der Sportbahnen-Leitung damit, dass ihn die weltweiten Gross-Schadenereignisse beruflich massiv in Anspruch nähmen, wie Fritz Trümpi aus Bachmanns Demission zitierte.

    Brisanter dürfte der «Mitgrund» sein, den Trümpi so kommentierte: «William Bachmann hätte als Verwaltungsrat lieber eine radikale und schnelle Kursänderung gehabt.» Offenbar war man sich im VR aber nicht einig darüber, wie die Gesellschaft gesunden soll. Und es scheint, dass Bachmann ohne Rücksichten handeln wollte, während Trümpi betont: «Wir brauchen die langfristige Zusammenarbeit mit unseren Partnern.» Man habe sich aber versichert, «sich so oder so weiter gegenseitig zu unterstützen». Dies vor dem Hintergrund, dass Bachmann weiterhin Besitzer des «Ahorn» ist, das nach neusten Meldungen eine Klinik für Superreiche werden soll, sowie des ehemaligen Hotels «Rubschen».

    Quelle: https://www.suedostschweiz.ch/tourismus/2017-10-16/amerikaner-verlaesst-die-sportbahnen

     

    Zur möglichen Unterstützung der Sportbahnen mit öffentlichen Mitteln siehe den  VAL-eNews-Beitrag vom xx.10.2017 hier: Radio SRF1: Kanton Glarus könnte Millionenbeträge für Sportbahnen in Glarus Süd bereitstellen

  12. Radio SRF1: Kanton Glarus könnte Millionenbeträge für Sportbahnen in Glarus Süd bereitstellen

    Am 13.10.2017 hat Radio SRF1, Regionaljournal Ostschweiz, über das Vorhaben berichtet, eventuell bis zu 10 Millionen für die Förderung der Sportnahnen bzw. des Tourismus in Glarus Süd zur Verfügung zu stellen:

     

  13. Hotel Ahorn soll zur Klinik werden

    UPDATE:

    Am 13.10.2017 hat auch Radio SRF1, Regionaljournal Ostschweiz, über das Projekt berichtet:

    Vgl. https://www.srf.ch/sendungen/regionaljournal-ostschweiz/luxusklinik-fuer-superreiche-in-braunwald-geplant

     

    ===================

    Das seit Frühling 2017 geschlossene Boutique-Hotel Ahorn soll zu einer Klinik für Superreiche werden. Dies berichtet die Tageszeitung Die Südostschweiz:

    In Braunwald eröffnet eine Luxusklinik für Superreiche

    Aus dem einstigen Luxus-Hotel «Ahorn» in Braunwald wird eine Privatklinik für reiche Ausländer. Dort können sich Schöne und Reiche von ihrer Alkohol- oder Drogensucht loskämpfen – für viel Geld. Wer dahintersteckt, ist unklar. Aber es gibt Parallelen zur «exklusivsten Entzugsanstalt der Welt».

     

    Im Frühjahr 2018 eröffnet im ehemaligen Luxus-Hotel «Ahorn» ein exklusives Therapiezentrum. Ein ganzes Team von Therapeuten, Medizinern und Psychiatern wird sich um maximal sechs Patienten kümmern, die etwa an Burn-out leiden oder sich von ihrer Alkohol- oder Drogensucht lossagen wollen. Die Klienten bleiben während mehrerer Wochen zur Behandlung. Persönliche Köche und Haushälter sorgen während dieser Zeit für einen möglichst angenehmen Aufenthalt.

    Zielgruppe: Reiche
    Was teuer klingt, ist es auch: «Das Angebot ist im obersten Segment angesiedelt», sagt Abdullah Boulad. Wie der Zürcher Unternehmer berichtet, wird die Klinik mehrheitlich wohlhabende Ausländer behandeln. Die Kosten für eine Woche in Braunwald werden individuell kalkuliert – und starten bei 45 000 Franken.

    Boulad ist im Moment der einzige Verwaltungsrat der Swiss Recore AG. Die neu gegründete Firma mit Sitz in Braunwald hat einen langfristigen Mietvertrag für das «Ahorn» abgeschlossen und übernimmt alle Gebäude der Liegenschaft. Dazu gehören vier Chalets, zwei Suiten und ein Restaurant.

    Das Hotel «Ahorn» hatte nach der letzten Saison den Betrieb eingestellt. Während dieser Sommersaison waren die Chalets als Ferienwohnungen vermietet worden. Nun wird das Hotel in zwei Etappen leicht umgebaut.

    Bewilligung nötig
    «Wir stellen sehr individuelle Therapien zusammen, welche auf die Bedürfnisse der Patienten zugeschnitten sind. Therapiert werden zugrundeliegende psychische und körperliche Probleme», sagt Boulad.

    Als ambulantes Therapiezentrum benötigt das «Ahorn» eine kantonale Bewilligung. Die Behörden überprüfen dafür die Qualifikationen des medizinischen Personals. Sie seien derzeit in Kontakt mit den Behörden, sagt Boulad. Schweizer Krankenkassen werden nicht für die Behandlung bezahlen – «die Patienten sind Selbstzahler», sagt Boulad.

    Wie Boulad berichtet, suchte er in der ganzen Schweiz nach einem passenden Gebäude. «Beim Ahorn passen Exklusivität und Privatsphäre», so Boulad. Dazu komme der Erholungsfaktor im Bergpanorama Braunwalds. Den Kontakt stellte der Linthaler Unternehmer Hans-Peter Keller her. Wie Keller mitteilt, wird die Luxusklinik bis zu 20 Arbeitsplätze schaffen. «Das Unternehmen ist für das Dorf Braunwald und die Gemeinde Glarus Süd von sehr hoher wirtschaftlicher Bedeutung», schreibt er in einer Mitteilung. Im Therapiezentrum werden Psychiater und Psychologen arbeiten. Dazu kommen die Köche und das Personal für den exklusiven Hotelbetrieb. Vorgesehen ist, dass das Ahorn mit lokalen Kliniken und Praxen zusammenarbeitet.

    Verbindung zu Kusnacht Practice?
    Über die Geldgeber hinter der Swiss Recore AG könne er zu diesem Zeitpunkt keine Auskunft geben, sagt Boulad. Der Behandlungsansatz der Klinik in Braunwald und die anvisierte Klientel erinnern allerdings stark an eine Klinik für Superreiche in Küsnacht ZH: The Kusnacht Practice rühmt sich als exklusivste Entzugsanstalt der Welt. Sie ist allerdings nicht die Geldgeberin, wie Boulad versichert.

    Ihre Patienten bezahlen zwischen 80 000 und 120 000 Franken pro Woche. Dem britischen Modezar John Galliano soll der Aufenthalt in Küsnacht eine Million Franken wert gewesen sein – inklusive Privatjet, Helikopter, Chauffeur, Koch und Sicherheitsteam. Auch der inzwischen verstorbene britische Sänger George Michael hatte angeblich in der Klinik am Zürichsee Hilfe gesucht. Zu überprüfen ist das nicht: Die Klinik garantiert ihren Patienten absolute Diskretion.

    Die Südostschweiz | 13.10.2017 | https://www.suedostschweiz.ch/tourismus/2017-10-13/in-braunwald-eroeffnet-eine-luxusklinik-fuer-superreiche

  14. Wiederaufbau des Hotels Alpenblick kommt in Sichtweite

    Nachdem die strafrechtliche und damit wohl auch die versicherungsrechtliche Seite des Hotelbrands von 2009 geklärt sind, soll das Hotel mit lokaler finanzieller Unterstützung wiederauferstehen. Die Tageszeitung Die Südostschweiz berichtet darüber am 12.10.2017:

    «Alpenblick» darf am selben Ort wieder aufgebaut werden

    Martin Meier |  Laut den kantonalen Behörden kann das abgebrannte Hotel «Alpenblick» neben der Bergstation der Braunwald-Standseilbahn wieder aufgebaut werden. Beim Wiederaufbau darf Hotelbesitzer Serif Yildiz auch auf die Unterstützung zweier Lokalmatadoren zählen.

     

    Hinter Serif Yildizs Hotelprojekt stehen Investor Hans-Peter Keller und Bauunternehmer Fritz Trümpi, die beide «am raschen Wiederaufbau des Hotels ‘Alpenblick’ interessiert sind», schreiben sie in einer Mitteilung.

    Einen ersten Lichtblick für den «Alpenblick» kündete das Trio bereits Anfang August dieses Jahres an: «Seither sind wesentliche Schritte umgesetzt und Ziele erreicht worden», sagt Keller. «So wurde die vom Eigentümer in Auftrag gegebene Vorstudie als Grundlage für ein Vorprojekt genehmigt.»

    Eröffnung wenn möglich schon in zwei Jahren
    Die grösste Hürde nimmt das Projekt jedoch in diesem September: Laut Keller bestätigen die kantonalen Behörden, dass das ehemalige Hotel «Alpenblick» in Braunwald an der jetzigen Stelle wieder aufgebaut werden kann. Dies unter Einhaltung von Auflagen und Sicherungsmassnahmen. Heisst: Das im Rutschgebiet liegende Projekt muss absolut erdbebensicher gebaut werden. «Mit einem Fundament, das einer Kiste, einem Schiff gleicht. Das, wenn es in Fahrt kommt, das Hotel als Ganzes mitverschiebt», erklärt Keller, der sich ein hohes Ziel steckt. Die Wiedereröffnung soll schon im Herbst oder Winter 2019 oder 2020 sein.

    Der enge Zeitplan werde nach der positiven Beurteilung des Projekts, auch durch die zuständigen Gemeindebehörden, als «durchaus realistisch beurteilt», erklärt Keller, der dank dem «Waldhaus» mit Bauten in der Rutschzone bereits Erfahrung gesammelt hat. Zurzeit werde das Vorprojekt weiterentwickelt, meint Keller. «Das Baugesuch wird plangemäss noch in diesem Jahr eingereicht.»

    Wie hoch hinaus gebaut wird, ist noch unklar. Und über die Kosten schweigt sich Keller aus. Aber so viel: «Serif Yildiz schwebt ein Hotel mit 32 Zimmern und 100 Betten vor.» Natürlich dürfe auch eine Sonnenterrasse nicht fehlen.

    Und was sagt dazu Serif Yildiz? Der Bauherr sagt: «Was Herr Keller sagt, ist mein Wort, für mich verbindlich. Er und Fritz Trümpi stehen mir zur Seite. Dafür bin ich ihnen dankbar. Ich habe immer gesagt, dass ich in Braunwald ein Hotel bauen möchte. Ich werde mein Wort halten. Ich mache dies nicht der Rendite wegen, sondern für Braunwald.»

    Happy End für Never Ending Story
    Mit der Eröffnung des in Aussicht stehenden neuen «Alpenblick» scheint eine Never Ending Story doch noch zu Ende zu gehen. Rückblick: Im Juni 2008 geht der «Alpenblick» Konkurs. Im August 2009 wird die Liegenschaft versteigert. Serif Yildiz bezahlt 1,9 Millionen Franken, 500 000 mehr als erwartet. Zweieinhalb Monate später, im November 2009, brennt der «Alpenblick» bis auf die Grundmauern nieder. Er ist für mehr als 10 Millionen Franken versichert. Ermittelt wird wegen Brandstiftung. Diese kann Yildiz nicht nachgewiesen werden. Angeklagt wird er wegen fahrlässiger Brandverursachung. Im März 2014 findet der Prozess statt. Das Glarner Kantonsgericht spricht Yildiz nach dem Grundsatz «im Zweifel für den Angeklagten» in allen wesentlichen Punkten frei. Der ausserordentliche Staatsanwalt zieht den Fall vor Obergericht weiter. Doch auch in zweiter Instanz wird Yildiz freigesprochen.

    […]

    https://www.suedostschweiz.ch/tourismus/2017-10-12/alpenblick-darf-am-selben-ort-wieder-aufgebaut-werden

  15. 13.10.2017: 10. Erzähl- und Sagennacht im Nussbüel

    Am Freitag, 13. Oktober 2017 findet die Erzähl- und Sagennacht bereits zum 10. Mal im Gadä vom Nussbüel statt. Wir freuen uns sehr, zum ersten Jubiläum auch gleich eine Premiere vorstellen zu dürfen:

    Zum ersten Mal liest Hansjakob Marti aus seinem Buch „Niggälifallä“ vor Publikum.

    Hansjakob Marti beschäftigte sich sein Leben lang mit der Alp. So erzählt er in seinem Buch mit 25 Kurzgeschichten von heiteren, aber auch ernsten Zeiten.

    Der Abend wird musikalisch umrahmt mit Alphornmusik von Fridli Kundert. Start der Lesung ist um 20 Uhr.

    Geniessen Sie vor der Lesung ein feines Nachtessen im Restaurant Nussbüel, ab 17.00 Uhr (bitte anmelden).

    Rosmarie und Hansjürg Ries freuen sich auf Ihren Besuch!

    Transport:
    Günstige Fahrtransporte mit Anschluss an die Standseilbahn zu folgenden Zeiten:
    Hinweg: 18.05. / 19.05 Uhr, Retourweg: 22.20 / 23.20 Uhr

    Anmeldung für Nachtessen, Lesung & Transport bei Braunwald-Klausenpass Tourismus AG, 055 653 65 65, info@braunwald.ch

     

    Wir freuen uns auf einen gemütlichen Abend im Nussbüel und auf Ihre Teilnahme.

     

    Mit sonnigen Grüssen
    Gabriela Heer

    _____________________________

    Braunwald-Klausenpass Tourismus AG

  16. 14.10.2017 im Bsinti – Musikalisches Erzähltheater: Die Ballade vom traurigen Café

    Die Ballade vom traurigen Café
    Ein musikalisches Erzähltheater nach der preisgekrönten Novelle von Carson McCullers


    Die Darsteller nehmen das Publikum mit in den tiefsten Süden Amerikas. Dorthin, wo die Latzhosen tragende Miss Amelia lebt. Ihr Laden wandelt sich zum Café und wird zum warmen, hellen Treffpunkt des Ortes. Während hier die Menschen ihr neues Glück geniessen, sinnt in einem fernen Zuchthaus ein Mann auf Rache. „Die Ballade vom traurigen Café“ ist eine einzigartige, manchmal groteske Geschichte voll unkonventioneller Protagonisten, die in Liebe und Hass versponnen sind.

    Mundartfassung: Cornelia Montani und Joe Fenner
    Spiel/Musik: Cornelia Montani, Joe Fenner, Daniel Schneider, Kristian Trafelet

    Samstag, 14.10.2017. 20:00 Uhr. Eintritt: CHF 25.–/CHF 20.–

  17. Am Kilchenstock in Linthal stürzen wieder die Steinbrocken

    Stürzende Steinmassen sind in den Bergen ein dauerndes Thema. Fast vergessen sind die Zeiten, als im Glarner Hinterland in den 19e0er-Jahren der Kilchenstock, vis-à-vis von Braunwald, das Dorf Linthal zu verschütten drohte:

    […] Noch im Jahre 1928 lieferte Hans Schardt, Professor für Geologie am Polytechnikum Zürich, ein beruhigendes Gutachten, welches ein allmähliches Abbröckeln des Berges als wahrscheinlich bezeichnete. Doch um 1929 machte der Kilchenstock mit seiner Instabilität auf sich aufmerksam. Die Gefahr wurde akut, als ein feuchter Sommer 1930 mit starken Niederschlägen immer wieder Steinschläge und Murgänge auslöste, die bis hinunter ins Dorf gelangten. Tatsächlich wurde Linthal mehrmals von Schlamm und Wasser überflutet, was erhebliche Schäden anrichtete. Am 15. November 1930 schickte Albert Heim ein Telegramm an den Landammann des Kantons Glarus: „Absturz scheint nahe. Empfehle Anordnung zu Räumung und Flucht.“ Drei Tage nach Heims Telegramm warnt die Glarner Regierung die Einwohner von Linthal und empfiehlt, „wertvolle Gegenstände in sichere Verwahrung zu geben und entbehrliche Mobilien bei Verwandten unterzubringen“.[…]

    http://www.geo-life.ch/wp-content/uploads/2015/10/kilchenstock.pdf

     

    Der Schriftsteller Emil Zopfi hat diese unsichere Zeit in seinem lesenswerten Buch Kilchenstock – Der Bergsturz in den Köpfen, 340 Seiten, Limmat Verlag 1996, 978-3-85791-275-7, beschrieben (http://www.limmatverlag.ch/programm/titel/476-kilchenstock.html)

     

    Nun rumpelt der Kilchenstock wieder. Die Tageszeitung Die Südostschweiz berichtet  am 5.10.2017 darüber:

    Donnergrollen am Kilchenstock in Linthal
    Die Bevölkerung wird ob des Lärms aus dem Schlaf gerissen. Am Kilchenstock rumort es. Durch die Geerenrus stürzen tonnenschwere Felsbrocken zu Tal.

    Martin Meier | Das Donnergrollen beginnt am Sonntagabend und dauert die ganze Nacht. Tonnenschwere Felsbrocken überschlagen sich in der Geerenrus. Der Kilchenstock predigt wieder einmal die Gefahr, die von ihm ausgehen kann. Und am Montag geht das Naturspektakel weiter. Gegen 16.20 Uhr schreckt ein weiterer Felssturz Leute auf. Augenzeuge wird auch Bergführer Hans Rauner. In Linthal ist der Kilchenstock Gesprächsstoff.

    Auch das Wasser sucht sich seinen Weg. Vor dem alten, 1283 erbauten Kirchturm hat sich ein brauner See aufgestaut. Doch die Bevölkerung bleibt ruhig. Das bleiben selbst jene Leute, welche direkt unterhalb des Rutschgebiets wohnen. Man vertraut auf die Technik. Schliesslich werden die Geländeverschiebungen am Kilchenstock permanent mit einem Satellitennavigations-System überwacht. Zusätzlich existiert ein Geschiebe-Rückhalteraum, der 10 000 Kubikmeter fassen kann.

    Auch Geologe Mark Feldmann beruhigt: «Eine Katastrophe wie in Bondo ist in Linthal nicht zu erwarten. Im Bergell stürzte Gesteinsmaterial auf einen Gletscher. Dabei wurde derart viel Energie freigesetzt, dass Teile des Eises schmolzen und die Schlammlawine auslösten.»

    Befürchtungen eines Bergsturzes gab es schon früher
    Schon Geologe Hans Schardt habe gesagt, dass es aufgrund dessen, wie die Schichten am Kilchenstock liegen, keinen einzelnen, grossen Bergsturz geben könne – sondern «nur» permanente Murgänge. Doch Schardts Vorgänger sagte ein ganz anderes Szenario voraus: «Eine fürchterliche Katastrophe ist so wahrscheinlich, dass Schweigen meinerseits mir als Verbrechen erschiene.» Das schrieb Albert Heim Mitte November 1930 dem Landammann des Kantons Glarus. Mit der Empfehlung: «Anordnung zur Räumung und Flucht.»

    «Eine Katastrophe wie in Bondo ist in Linthal nicht zu erwarten.»
    Drei Tage nach Heims Telegramm warnte die Glarner Regierung dann die Einwohner von Linthal und empfahl ihnen, «wertvolle Gegenstände in sichere Verwahrung zu geben und entbehrliche Mobilien bei Verwandten unterzubringen». Schliesslich waren 61 Häuser betroffen und 513 Menschen wurden evakuiert.

    Die Katastrophe lieb glücklicherweise aus. Und Heim schrieb darauf an den Pfarrer von Linthal: «Warnt er nicht kräftig, und es kommt der Sturz unverhofft, so wird er beschuldigt. Warnt er sehr kräftig, so kann eine Panik entstehen. Und wenn es dann wieder etwas stille steht, so wird der Geologe, der Angst gemacht hat, furchtbar verdammt und beschuldigt, vielleicht sogar gerichtlich.»

    https://www.suedostschweiz.ch/ereignisse/2017-10-05/donnergrollen-am-kilchenstock-in-linthal

  18. Poststelle Braunwald: 40 Briefe am Tag sind wenig

    Die Tageszeitung Die Südostschweiz berichtet über die Orientierungsveranstaltung der Post vom 26.9.2017:

    Kampf um die Poststelle

    Weil die Poststelle Braunwald immer weniger genutzt wird, drängt sich aus Sicht der Post eine neue Lösung auf. Favorisiert wird eine Filiale mit Partner (Postagentur). Am Dialoganlass vom Dienstagabend hat es heftigen Gegenwind von rund 60 Einheimischen gegeben.

     

    On- oder offline? Brief oder Whatsapp? Cash oder Karte? Unser Alltag hat sich verändert – und auch die Post muss sich mit den neuen Bedürfnissen wandeln. Am Dialoganlass in der Tödihalle Braunwald zeigen die Post-Vertreter Bruno Bleisch, Spezialist Netzentwicklung, Thomas Simeon, Leiter Region Südostschweiz, und David Baumgartner, Leiter Briefzustellregion Siebnen, die harte Realität auf.

    Nutzung ist stark rückläufig

    Schweizweit verzeichneten die Postschalter in den vergangenen 16 Jahren 65 Prozent weniger Briefe, 46 Prozent weniger Pakete und 40 Prozent weniger Einzahlungen. In den nächsten dreieinhalb Jahren wird das Postnetz deshalb umgebaut. 500 bis 600 Poststellen werden umgewandelt in Postagenturen.

    Diese Entwicklung macht auch vor dem Glarnerland nicht Halt. Bis 2020 sind fünf Postfilialen garantiert (Schwanden, Glarus, Netstal, Näfels und Niederurnen). Überprüft werden Mollis, Linthal und Braunwald. Für Mollis ist der Entscheid gefallen: Dort wird Mitte Oktober eine Postagen- tur eröffnet. In Linthal wird am 5. Oktober informiert.

    Braunwald verzeichnete von 2010 bis 2016 22 Prozent weniger Einzahlungsbelege, 36 Prozent weniger Briefe und 21 Prozent weniger Pakete. Pro Tag gibt es durchschnittlich 21 Einzahlungsbelege, neun Sendungsabholungen, 40 Briefe und fünf Pakete. «Die Nutzung der Filiale Braunwald ist stark rückläufig und auf einem sehr tiefen Niveau. Die Poststelle kann nicht wirtschaftlich betrieben werden. Eine neue Lösung drängt sich auf», sagt Thomas Simeon am Dialoganlass. Man habe lange zugewartet. «Aber mit diesem Volumen können wir nicht mehr so weiterfahren.»

    Ein Entscheid sei noch nicht gefallen – auch wenn dies auf einer Folie so steht. Angedacht sind laut Bruno Bleisch zwei Modelle: Postagentur (Filiale mit Partner) oder Hausservice. Die Post favorisiert für Braunwald die erste Variante, weil diese der Nachfrage entspreche und lange Öffnungszeiten der Kundschaft entgegenkä-men. Sie habe aber noch nicht mit möglichen Agenturpartnern gesprochen. Infrage kämen zum Beispiel Geschäfte, die Tourismusorganisation oder Hotelreceptionen.

    Einschränkungen gibt es bei der Agenturlösung beim Zahlungsverkehr: Einzahlungen können nur bargeldlos getätigt werden, und Geld- bezüge sind mit der Postfinance Card nur bis maximal 500 Franken möglich. Garantiert sind sogar nur 50 Franken.

    Grosser Widerstand in der Bevölkerung zu spüren

    Letzteres ist denn auch ein Kritikpunkt in der anschliessenden Diskussion mit den rund 60 Anwesenden. Der Widerstand ist gross, zu hören sind nur ablehnende Voten. Die Information sei befremdend, erzählt würden Halbwahrheiten, die Post käme mit einer Standardlösung und nehme keine Rücksicht auf die besonderen Gegebenheiten von Braunwald als Tourismusort, wird argumentiert. Nebst Bareinzahlung wäre auch Geldwechsel nicht mehr möglich – obwohl Braunwald internationale Gäste beherbergt. Eine Bank gibt es schliesslich nicht mehr. «Die Abwärtsspirale dreht sich weiter», so ein Zuhörer.

    Was passiere, wenn der Partner plötzlich aussteige, wird gefragt. Dann käme als Übergang der Hausservice zum Zug, wobei die Zustellung laut David Baumgartner immer garantiert bleibe: «Wir haben gute Leute.»

    Dass ein Partner in Spitzenzeiten wie im Februar noch Postgeschäfte abwickeln könne, bezweifelt ein Geschäftsinhaber. «Die Spitze können wir nicht brechen, das ist so. Aber es läuft vieles in Selbstbedienung in der Agentur», meint Thomas Simeon dazu.

    Und was sagt die Gemeindebehörde? Diese steht seit März 2017 im Dialog mit der Post und hat Mitte Juli die Petition «Unsere Post muss bleiben» übergeben. Laut Gemeinderat Hans-Heinrich Wichser ist der Rat «unisono nicht erfreut über die Botschaft». Aber die Post sei ein eigenständiges Unternehmen, und es sei schwierig, im Vorfeld Sachen auszuhandeln. Die Gemeinde habe aber die Möglichkeit, einen allfälligen Entscheid überprüfen zu lassen. «Wir hoffen, dass wir eine Lösung finden werden», so Hans-Heinrich Wichser.

     

    Quelle: Südostschweiz | 28.9.2017 | https://www.suedostschweiz.ch/wirtschaft/2017-09-28/kampf-um-die-poststelle

     

    Siehe dazu auch die frühere VAL-eInfo-Mitteilung unter http://val-braunwald.ch/26-9-2017-post-in-braunwald-dialoganlass-infoveranstaltung.

  19. Im Brotladen wird wieder gebacken – Konsolidierung und Ausbau

    Seit im Juli 2017 Thomas Gallati in der vormaligen Bäckerei Gut den Brotladen eröffnet hat, sind nun bald 100 Tage vergangen.

    Fazit, das Grundkonzept bewährt sich und das Angebot konnte bereits ausgebaut werden:

    • Mit dem Anschaffen einer Brotbackstation bietet der Laden immer mehr ofenfrische Spezialbrote an. Die Lieferung aus der Grossbäckerei Reichmuth – fertig gebacken aus dem Tal herauf – machen heute nur noch einen Anteil von ca. 30 % aus.
    • Neu sind Diätbrote (glutenfreie und andere) im Sortiment.
    • Mit dem neuen Backkonzept ändert sich auch zusehends der Verkaufsablauf: Weil der Anteil auf Vorrat gebackener Brotwaren relativ klein ist, bleiben für Spontankäufe auch die im Laden jederzeit vorhandenen Mengen und das Sortiment reduziert. Umgekehrt können bei Vorbestellung (wegen der erforderlichen Backzeit mindestens ca. 60 Minuten im Voraus) fast beliebige Mengen und sämtliche Brote im Katalog bereitgestellt werden.
    • Vorbestellungen lassen sich telefonisch (079 466 60 27) zu üblichen Zeiten oder über die Webseite (http://www.gallatis-shop.ch/contact-us) rund um die Uhr platzieren.

    Siehe auch hier und hier.

  20. Zumthor – Begegnung mit dem Architekten

    Die Neue Zürcher Zeitung widmet dem Architekten Peter Zumthor, der in Braunwald das Musik-Hotel plant, in ihrem Feuilleton vom 15.9.2017 eine ganzseitige Annäherung („… Es ist Zeit für eine Begegnung mit dem Architekten„).

    […]

    Die Liste seiner wichtigsten Bauten ist lang, sehr lang. Schutzbauten für eine Ausgrabung mit römischen Funden, die Caplutta Sogn Benedetg, Wohnungen für Betagte und das Kunstmuseum Kolumba sind einige. Für die Zukunft plant er einen gigantischen Neubau für das Los Angeles County Museum of Art (Lacma). So einen Mann muss man ehren und rühmen, er ist ja auch schon 74 Jahre alt. Zudem sehen seine Gebäude auf Fotos alle toll aus. Dann sind da noch Freunde, die in der Therme Vals baden waren und tiefenentspannt in die Stadt zurückkehrten – von Stille und Schönheit war dann immer die Rede.

    Peter Zumthor erscheint. In blauem Leinenhemd und schwarzer Flatterhose, ein bisschen Japan, ein bisschen Italien: ein grosser Mann, kurze graue Haare, Dreitagebart. Wir nehmen Platz an einem Holztisch. Eine schwarze Katze springt auf die Bank und schiebt das Köpfchen auf den Schoss, Zuneigung von Tieren empfindet man hier definitiv als Kompliment. Die schöne Natur wartet in Sichtweite oben auf den Bergen Graubündens. […]

    Der gesamte Artikel findet sich online hier bzw. als Seiten-PDF hier.